Ein Fossil und ein rezenter Fisch

Das Department für Geo- und Umweltwissenschaften

Den Planeten verstehen, die Zukunft gestalten

Das Department Geo- und Umweltwissenschaften bildet zusammen mit dem Department für Geographie die Fakultät für Geowissenschaften an der Ludwig-Maximilians Universität München.

Über 20 Professoren und rund 200 Mitarbeiter forschen und lehren an drei verschiedenen Standorten im Campus Geschwister-Scholl-Platz an den Prozessen in und auf der Erde. Hierbei deckt unser Department die gesamte Bandbreite der geowissenschaftlichen Disziplinen ab. Zudem besteht eine enge Verzahnung mit den geowissenschaftlich ausgerichteten Staatssammlungen (Mineralogische Staatssammlung München und Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie) und weiteren Fakultäten der LMU (GeoBio-Center) und über das Münchner Geozentrum auch mit den geowissenschaftlichen Fächern der Technischen Universität München. Diese in Deutschland einzigartige Konstellation ist prädestiniert für eine stark interdisziplinär ausgerichtete Forschung und Lehre, um damit vertiefte wissenschaftliche Erkenntnisse des Planeten Erde und seiner Wechselbeziehungen in Zeit, Zukunft und Raum zu erzielen und zu vermitteln.

Geschichte des Departments für Geo- und Umweltwissenschaften

Das Department für Geo- und Umweltwissenschaften ist Teil der Fakultät für Geowissenschaften an der Ludwig-Maximilians Universität München.

  1. Gesteinsdünnschliff mit grauen größeren Mineralen in einer bunten Grundmasse
  2. Erdmagnetisches Observatorium bei der Sternwarte Bogenhausen
  3. Fossil
  4. Orbiculargranit
  5. Bau des Observatoriums in Fürstenfeldbruck
  6. Zerstörung der Akademie während des zweiten Weltkriegs
  7. Interimsquartier im Deutschen Museum
  8. Geophysikalische Feldarbeit
  9. Bau des Gebäudes in der Luisenstraße
  10. Transparenter farbloser Alaun-Kristall vor schwarzem Hintergrund
  11. Gebäude in der Theresienstraße 41
  12. Gebäude in der Theresienstr. 41
  13. Eine Fahradfahrerin fährt am Neubau für Geo- und Umweltwissenschaften vorüber. (Visualisierung)
  14. von links nach rechts: Professor Yan Lavallée, Professur für Magmatische Petrologie und Vulkanologie (Lehrstuhl), Thomas Jenkel, Leiter des Staatlichen Bauamts München 2, LMU-Präsident Professor Bernd Huber, bayerischer Wissenschaftsminister Markus Blume, Professor Donald Bruce Dingwell, Direktor des Departments für Geo- und Umweltwissenschaften, Professor Joris Peters, Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns, und Professor Eckhard Gerber von Gerber Architekten

1805

Gründung Mineralogie

Mit der Berufung von Johann Nepumuk von Fuchs in Landshut begann die systematische Erforschung der Minerale an der LMU, die 1826 nach München transferiert wurde. Mehr erfahren

© L. Seybold, LMU

1840

Erdmagnetismus

Johann von Lamont gründet das Magnetische Observatorium in Bogenhausen, den Vorläufer des heutigen Observatoriums in Fürstenfeldbruck und begründete damit die Münchner Geophysik, damals noch im Rahmen der Astronomie. Mehr erfahren

© Heiner Soffel

1856

Fokus Paläontologie

Durch die Berufung von Albert Oppel wurde die Paläontologie als eigenständiges Fach abgetrennt, um die Evolution des Lebens gezielter zu erforschen. Mehr erfahren

© Martina Schellenberger

1920

Institut für Geologie

Unter Erich Kaiser wurde die Geologie als eigenständiges Institut etabliert, was eine gezieltere Forschung in der Angewandten Geologie ermöglichte. Mehr erfahren

© L. Seybold

1938

Umzug Observatorium

Nach dem Umzug in einen Neubau nach Fürstenfeldbruck, um magnetische Störungen durch das städtische Trambahnnetz zu vermeiden, wird das erdmagnetische Observatorium der LMU überschrieben.

© Heiner Soffel

1944

Kriegszerstörung

Bei Luftangriffen wird die Alte Akademie (Neuhauser Str. 51), der damalige Sitz der Sammlungen und Institute, fast vollständig zerstört.

© Anke Friedrich

1948

Interim

Teile der Geowissenschaften finden nach dem Verlust ihrer Standorte vorübergehend Asyl in den Räumlichkeiten des Deutschen Museums. Die Geophysik nutzt Räume am Geschwister-Scholl-Platz. Der Lehrbetrieb wird in Behelfsräumen im Alten Botanischen Garten wieder aufgenommen.

© Anke Friedrich

1948

Lehrstuhl Geophysik

Mit der Berufung von Hermann Reich wird das erste eigenständige Ordinariat für Geophysik geschaffen und die institutionelle Trennung vollzogen. Mehr erfahren

© Korschunow

1950

Neue Standorte

Die Geologie und Mineralogie beziehen den Neubau in der Luisenstraße. Die Geophysik verlässt das Hauptgebäude und bezieht zusammen mit der Paläontologie die Räume im angrenzenden Gebäude der Richard-Wagner-Straße.

© Anke Friedrich

1952

Ordinariat Kristallographie

Formelle Einrichtung des Lehrstuhls für Kristallographie; Georg Menzer wird als dessen erster ordentlicher Professor berufen. Mehr erfahren

© Lina Seybold LMU

1970

Erneuter Umzug

Einzug der Geophysik in die Theresienstraße 41. Dort bieten spezielle Fundamente im Keller trotz urbaner Unruhe Basis für Präzisionsmessungen.

© Natalie Rusz

1998

Standort-Konsolidierung

Umzug der Kristallographie und Teile der Mineralogie in die Theresienstraße zur Stärkung der fachübergreifenden Zusammenarbeit.

© Marina Rogozeva

2002

Gründung des Departments

Zum 1. April 2002 wurden alle Institute der Fakultät Geowissenschaften aufgelöst und gingen in das neugegründete Department für Geo- und Umweltwissenschaften ein. Diese Bündelung der Kräfte zusammen mit der Integration der Geographie von der TUM schufen in unserer Fakultät ein synergetisches Zentrum für Erd- und Umweltforschung. Mehr erfahren

2018

Vorstellung des Entwurfs für den Neubau der Geo- und Umweltwissenschaften am Campus Sendlinger Tor

In der Ludwigsvorstadt werden die Geophysik, Mineralogie, Petrologie und Geochemie, Geologie, Kristallographie, Paläontologie, Geobiologie, die Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie sowie die Mineralogische Staatssammlung in einem einzigen Gebäudekomplex vereint werden. Der Entwurf für dieses Gebäude wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Mehr erfahren

© Gerber Architekten

2024

Spatenstich für den gemeinsamen Neubau

Am 25.09.2024 wurde mit einem Spatenstich offiziell mit dem Neubau des Departments begonnen. Ziel ist es, den Neubau bis Ende des Jahrzehnts abzuschließen und die fünf Lehr- und Forschungseinrichtungen des Departments an einem Ort zu vereinen. Derzeit liegen die Geologie, Paläontologie und Geobiologie, Mineralogie und Petrologie, Kristallografie und Geophysik verstreut an drei Standorten um den Königsplatz. Mehr erfahren

© LMU
Karte des westlichen Geschwister-Scholl Campus

Standort des Departments

Übersicht Geschwister-Scholl Campus

Das Department für Geo- und Umweltwissenschaften ist auf mehrere Standorte verteilt: der Theresienstraße 41, Luisenstraße 37 und Richard-Wagner-Straße 10.
Im Zuge des Neubaus wird das Department auf dem Campus Sendlinger Tor zusammengeführt werden.

  1. Gebäude in der Theresienstr. 41
  2. Luftaufnahme Luisenstraße 37 Ostseite
  3. Aufnahme des Gebäudes in der Richard-Wagner-Straße 10
  4. Eine Fahradfahrerin fährt am Neubau für Geo- und Umweltwissenschaften vorüber. (Visualisierung)

Theresienstr. 41: Sitz der Geschäftsstelle, der Mineralogie, Kristallographie und Geophysik

© Rogozeva Marina

Luisenstr. 37: Sitz der Geologie

© Christian Michelbach

Richard-Wagner-Str. 10: Sitz der Paläontologie

© Natalie Rusz

Neubau für das Department Geo- und Umweltwissenschaften in der Pettenkofferstr. Ecke Schillerstraße (ab 2030)

© Gerber Architekten