Das Department für Geo- und Umweltwissenschaften
Den Planeten verstehen, die Zukunft gestalten
Das Department Geo- und Umweltwissenschaften bildet zusammen mit dem Department für Geographie die Fakultät für Geowissenschaften an der Ludwig-Maximilians Universität München.
Über 20 Professoren und rund 200 Mitarbeiter forschen und lehren an drei verschiedenen Standorten im Campus Geschwister-Scholl-Platz an den Prozessen in und auf der Erde. Hierbei deckt unser Department die gesamte Bandbreite der geowissenschaftlichen Disziplinen ab. Zudem besteht eine enge Verzahnung mit den geowissenschaftlich ausgerichteten Staatssammlungen (Mineralogische Staatssammlung München und Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie) und weiteren Fakultäten der LMU (GeoBio-Center) und über das Münchner Geozentrum auch mit den geowissenschaftlichen Fächern der Technischen Universität München. Diese in Deutschland einzigartige Konstellation ist prädestiniert für eine stark interdisziplinär ausgerichtete Forschung und Lehre, um damit vertiefte wissenschaftliche Erkenntnisse des Planeten Erde und seiner Wechselbeziehungen in Zeit, Zukunft und Raum zu erzielen und zu vermitteln.
Geschichte des Departments für Geo- und Umweltwissenschaften
Das Department für Geo- und Umweltwissenschaften ist Teil der Fakultät für Geowissenschaften an der Ludwig-Maximilians Universität München.
1805
Gründung Mineralogie
Mit der Berufung von Johann Nepumuk von Fuchs in Landshut begann die systematische Erforschung der Minerale an der LMU, die 1826 nach München transferiert wurde. Mehr erfahren
1840
Erdmagnetismus
Johann von Lamont gründet das Magnetische Observatorium in Bogenhausen, den Vorläufer des heutigen Observatoriums in Fürstenfeldbruck und begründete damit die Münchner Geophysik, damals noch im Rahmen der Astronomie. Mehr erfahren
1856
Fokus Paläontologie
Durch die Berufung von Albert Oppel wurde die Paläontologie als eigenständiges Fach abgetrennt, um die Evolution des Lebens gezielter zu erforschen. Mehr erfahren
1920
Institut für Geologie
Unter Erich Kaiser wurde die Geologie als eigenständiges Institut etabliert, was eine gezieltere Forschung in der Angewandten Geologie ermöglichte. Mehr erfahren
1938
Umzug Observatorium
Nach dem Umzug in einen Neubau nach Fürstenfeldbruck, um magnetische Störungen durch das städtische Trambahnnetz zu vermeiden, wird das erdmagnetische Observatorium der LMU überschrieben.
1944
Kriegszerstörung
Bei Luftangriffen wird die Alte Akademie (Neuhauser Str. 51), der damalige Sitz der Sammlungen und Institute, fast vollständig zerstört.
1948
Interim
Teile der Geowissenschaften finden nach dem Verlust ihrer Standorte vorübergehend Asyl in den Räumlichkeiten des Deutschen Museums. Die Geophysik nutzt Räume am Geschwister-Scholl-Platz. Der Lehrbetrieb wird in Behelfsräumen im Alten Botanischen Garten wieder aufgenommen.
1948
Lehrstuhl Geophysik
Mit der Berufung von Hermann Reich wird das erste eigenständige Ordinariat für Geophysik geschaffen und die institutionelle Trennung vollzogen. Mehr erfahren
1950
Neue Standorte
Die Geologie und Mineralogie beziehen den Neubau in der Luisenstraße. Die Geophysik verlässt das Hauptgebäude und bezieht zusammen mit der Paläontologie die Räume im angrenzenden Gebäude der Richard-Wagner-Straße.
1952
Ordinariat Kristallographie
Formelle Einrichtung des Lehrstuhls für Kristallographie; Georg Menzer wird als dessen erster ordentlicher Professor berufen. Mehr erfahren
1970
Erneuter Umzug
Einzug der Geophysik in die Theresienstraße 41. Dort bieten spezielle Fundamente im Keller trotz urbaner Unruhe Basis für Präzisionsmessungen.
1998
Standort-Konsolidierung
Umzug der Kristallographie und Teile der Mineralogie in die Theresienstraße zur Stärkung der fachübergreifenden Zusammenarbeit.
2002
Gründung des Departments
Zum 1. April 2002 wurden alle Institute der Fakultät Geowissenschaften aufgelöst und gingen in das neugegründete Department für Geo- und Umweltwissenschaften ein. Diese Bündelung der Kräfte zusammen mit der Integration der Geographie von der TUM schufen in unserer Fakultät ein synergetisches Zentrum für Erd- und Umweltforschung. Mehr erfahren
2018
Vorstellung des Entwurfs für den Neubau der Geo- und Umweltwissenschaften am Campus Sendlinger Tor
In der Ludwigsvorstadt werden die Geophysik, Mineralogie, Petrologie und Geochemie, Geologie, Kristallographie, Paläontologie, Geobiologie, die Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie sowie die Mineralogische Staatssammlung in einem einzigen Gebäudekomplex vereint werden. Der Entwurf für dieses Gebäude wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Mehr erfahren
2024
Spatenstich für den gemeinsamen Neubau
Am 25.09.2024 wurde mit einem Spatenstich offiziell mit dem Neubau des Departments begonnen. Ziel ist es, den Neubau bis Ende des Jahrzehnts abzuschließen und die fünf Lehr- und Forschungseinrichtungen des Departments an einem Ort zu vereinen. Derzeit liegen die Geologie, Paläontologie und Geobiologie, Mineralogie und Petrologie, Kristallografie und Geophysik verstreut an drei Standorten um den Königsplatz. Mehr erfahren